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Zwei Bücherverbrennungen i n Dresden   81 Anmerkungen 1 Vgl.Alfred Kantorowicz:Der Tag des freien Buches.Als Ost undWest sich in Berlin zum letztenMale einig waren.In: DieZeit,8.5.1958 :www.zeit.de/1958/19/Der-Tag-desfreien- Buches (Letzter Zugriff: 24.2.2013); vgl. Norbert Haase: Bücherverbrennung und »Säuberung« der Dresdner Bib- liotheken. In: Dresdner Hefte 22 (2004), 77, S.52–61, hier: S.52–54. 2 Vgl. Matthias Lienert: Die Studenten der Technischen Hochschule Dresden unter dem Nationalsozialismus. In: Dresdner Hefte 11 (1993), 35, S.54–65, hier: S.59. 3 In der Literatur findet man unterschiedliche Datumsan- gaben.Vgl.dazu Haase,Säuberung (wie Anm.1),S.56,und Lienert, Dresden (wie Anm.10), S.261. 4 Vgl. Lienert, Studenten (wie Anm.2), S.59. 5 In der Literatur findet man unterschiedliche Datums­ angaben.In der Quelle ist von einemMittwochabend die Rede,der demzufolge der 3.Mai 1933 gewesen seinmüsste. Vgl.dazu:Die Errichtung eines Schandpfahls.In:Der Frei- heitskampf,Nr.103 vom4.Mai 1933,S.5;vgl.Lienert,Dres- den (wie Anm.10), S.262. 6 Vgl. Aufruf in Lienert, Dresden (wie Anm.10), S.263. 7 Wider den undeutschen Geist. In: DNN, 12. Mai 1933, S.5; vgl. Haase, Säuberung (wie Anm.1), S.57. 8 Will Vesper: Zeitwende in der Dichtung (Auszüge). In: Gerhard Sauder (Hg.):Die Bücherverbrennung.10.Mai 1933. Frankfurt a.M., Berlin, Wien 1985, S.87–88. 9 DNN, S.5. 10 Vgl. Matthias Lienert:Dresden. In:Schoeps, Julius H./Treß, Werner (Hg.): Orte der Bücherverbrennung in Deutsch- land 1933.Hildesheim,Zürich,NewYork 2008,S.255–269, hier: S.261. 11 Vgl. Haase, Säuberung (wie Anm.1), S.58–59. 12 Vgl. Haase, Säuberung (wie Anm.1), S.58. 13 Die Weihe der Bismarck-Säule. In: Dresdner Anzeiger 176 (1906), 25. Juni 1906, S.2. 14 Vgl. Lothar Machtan: Bismarck-Kult und deutscher Na­ tionalmythos 1890 bis 1940. In: Lothar Machtan (Hg.): Bismarck und der deutsche National-Mythos. Bremen 1994, S.15–67, hier: S.55–58. 15 Vgl .www.bismarcktuerme.de/ebene4/sachs/ddraeck.html [24.10.2013]. 16 Vgl. Haase, Säuberung (wie Anm.1), S.53. Der 10. Mai 1933 als Lücke im kulturellen Gedächtnis der Stadt Begründet werden kann dieses Desiderat imHinblick auf die Geschichte der Bismarcksäule zum einen mit dem einschlägigen Fokus der DDR-Geschichtspolitik auf die Arbeiterbewegung und denWiderstand gegen die Nationalsozialisten. Da die Bücherverbrennung am8.März einAngriff der SA auf eine Organisation der Arbeiterbewegung, nämlich die »Dresdner Volkszeitung«, war, wurde sie von der DDR-Historiografie deutlich exponiert und somit auch ungleich stärker als der 10. Mai 1933 innerhalb der offiziellen Erinnerungspolitik der Stadt verankert. 16 Das selektive Geschichtsbild in der DDR führte zu einem weiteren Grund für die Fixierung auf den 8.März. Die starke ideologische Verankerung des Nationalsozialismus imdeutschen Volk und die traditionellen Mentalitäten, die ihm den Boden bereiteten, wurden nahezu ausgeblen- det. Da die Geschichte der Bismarcksäule unmittelbar auf diesen historischen Tatsachen rekur- riert, war es nur folgerichtig, dass sie innerhalb der DDR-Geschichtspolitik keine Erwähnung fand und somit auch das Areal selbst in Vergessenheit geriet.

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