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178  Die Chronik der Stadt Zwickau Am 31. August fuhr letztmals der O-Bus, der schon seit dem 1. März nur noch auf der Teilstrecke vom Poetenweg bis zum Waldpark Weißenborn verkehrte. n Am 30. November beendeten die Schächte des VEB Steinkohlenwerk »Martin Hoop« als letzte der Zwickauer Steinkohlenwerke offiziell die Förderung koksfähiger Kohle. Am 29. September 1980 brachte der Martin-Hoop-Schacht IV für den Eigenbedarf des Kraftwerks die letzte Kohle zutage. Zwei Jahre später standen noch sieben Schächte offen, deren Verfüllung aber begonnen hatte. Dabei waren sie gleichzeitig Sekundärrohstoffspender, z. B. bei Stahlschrott. Die ehemaligen Bergarbeiter erfuhren zu großen Teilen eine Umschulung. Die meisten wanderten ab in die Steinkohlenkokerei »August Bebel«, das Automobilwerk »Sachsenring«, das Bau- und Montagekombinat Süd, die Grubenlam- penwerke, den Wärmeanlagenbau Berlin, in den VEB Baugrund Berlin (Produktionsbereich Zwickau – Tunnelbau), in das Metallleichtbaukombinat Plauen, ins Gaskombinat »Schwarze Pumpe« im Bezirk Cottbus, in die Braunkohlenwerke der Ober- lausitz und die Bergbauerkundung in Oelsnitz. In einer »Bergschadenkundlichen Analyse« des Zwickauer Steinkohlenbergbaus wurden im Zwickauer Revier 1096 ehemalige Schächte, Tagesfallörter und Stolln festgestellt. n Am 6. Dezember erfolgte nach 104 Jahren Koks­ produktion in der Kokerei des ehemaligen Karl- Marx-Schachtes I an der Äußeren Dresdner Straße der letzte Koksausstoß. n In den fertiggestellten Internatskomplex des VEB Sachsenring Zwickau an der Leipziger Straße zogen die ersten Lehrlinge ein, die vorwiegend aus den Nordbezirken der DDR kamen. n Im RAW lief die Produktion von offenen Güter­ wagen, den Eas-Güterwagen, an. n Nach zwei Grubenunglücken in Mosambik (Moatize) mit 154 tödlich verunglückten Bergleuten wurde die DDR-Regierung um Hilfe gebeten. Sie beauf- tragte den VEB Steinkohlenwerk »Martin Hoop« mit der Hilfe und der Modernisierung der mosam- bikanischen Steinkohlengruben. Zahlreiche Berg­ leute aus Zwickau lebten und arbeiteten bis 1990 in Moatize. Als Ausgleich erhielt die DDR Stein- kohle, die zum Teil in Zwickau verkokt wurde. n Am Domhof 2 wurde die Galerie »Am Domhof« eröffnet. 1978 Ab dem 1. Januar gehörte der jetzt diesen Namen tragende VEB Steinkohlenkokereien »August Bebel« Zwickau (ABZ) mit den Betriebsteilen »Martin Hoop« und Großgaserei Magdeburg zum VEB Gaskombinat »Fritz Selbmann«, »Schwarze Pumpe«. n Vom 23. zum 24. April fielen 40 cm Neuschnee, der in Parks, Grünanlagen und umliegenden Wäl- dern starke Baumschäden infolge Schneebruchs verursachte. n Am 30. und 31. Dezember kam es auch in Zwickau zu einem extremen Temperatursturz mit gefrieren- dem Regen und anschließenden starken Schneefäl- len. Die Elektroenergie- und Fernwärmeversorgung fielen zeitweise aus. Besonders betroffen waren die Haushalte in den Neubaugebieten und die In- dustriebetriebe. Die Wetterkatastrophe verursachte Schäden in Höhe von mehreren Millionen Mark. n Der Wohnungsbau in Eckersbach E 4 wurde been- det. Hier waren insgesamt 4 280 Wohnungen, fünf Schulen, fünf Kindergärten, zwei Krippen, eine kombinierte Kindertagesstätte, eine Kaufhalle, ein Versorgungszentrum, eine Apotheke und eine Ambulanz entstanden (Abb. 109). n Abb. 109 | Eckersbach E4, Apotheke, 1978/80

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