Leseprobe

21 Zusammengeschmolzene Untertassen, Relikte des Großen Hamburger Brandes 1842 (Claudia Westhaus). Braunschwarze Musketen und Büchsen der Frühen Neuzeit wurden mit handbemalten Seidenbändern in bunten Farben in wunderbarer Weise ergänzt (Ula Dahm). Auch in Bildwerken dargestellte »Dinge« aus historischer Zeit wurden reflektiert, zum Beispiel durch die Umsetzung von Kopfbedeckungen zweier Skulpturen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit in reale Hüte und Mützen (Ulli Meins) oder aber auch durch die Umdeutung historischer Objekte wie Glocken oder Lampenschirme in ebensolche (Peter de Vries, Ulli Meins). Andere Exponate aus der Sammlung fanden eine Übersetzung in moderne Keramik oder in Papier (Katharina Böttcher, Kira Kotliar). Dies gilt ebenso für Figuren in Porträtgemälden (Katrin Schober). Die Porträts anderer Bildwerke veranlassten zum Entwurf von Schmuck (Anke Gralfs, Karen Knickrehm). Schmuck entstand auch als Reflex auf formale Details historischer Exponate wie Taue und Baumaterialien (Heike Ahrens, Andreas Baur, Sabine Lang), insbesondere die traditionellen Flechtarbeiten aus dem maritimen Bereich wurden gedanklich aufgenommen. Ein Halsschmuck wurde genial in Farbe und Form einem Kostüm zugefügt (Ulrike Isensee) – dasselbe Kostüm, eine Korsage, aber auch in Keramik und Textil verarbeitet (Susan Sting, Marina Krog). Bisweilen wurde ein atmosphärischer Bild- Eindruck umgesetzt, wie in einer großen Schale, die die Farben der zum großen Ham- »Verschmolzen«, Anhänger von Claudia Westhaus aus Bleikristallglas, Kupfer und Silber

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