Leseprobe

70 1994 erstmals zwei Blattfolgen zu sehen: Die 17 farbigen Pinselzeichnungen »Arche Noah« und 27 Federzeichnungen »Noah und die Tiere«. Die Arbeiten stammen aus dem Josef-Hegenbarth-Archiv des Dresdner Kupferstich-Kabinetts. ▅ Mit einemRekord von 50000 Besuchern schließen die Filmnächte am Elbufer. Vier Wochen lang erweist sich der Mix aus Open-Air-Kino, Konzerten und Techno-­ Happening erneut als Zuschauermagnet und damit auch als Wirtschaftsfaktor für die Landeshauptstadt. Im Jahr zuvor besuchten noch 29000 Besucher Filmnächte. ▅ Kunst und Ökologie: Das Element Wasser als Inspirationsquelle greifen die Künstlerinnen der Dresdner Sezession 89 auch in diesem Jahr wieder auf. Unter dem Titel »Mnemosyne-Memory« finden bis Mitte September Installationen rund um den Palaisteich im Großen Garten, am Gustav-Adolph-Platz und amWasaplatz sowie am Mittelsteg zwischen Mockritz und Kaitz statt. Die Künstlerinnen weisen mit ihren Open-Air-Aktionen auf die ökologischen Probleme der Gegenwart hin. »Mnemosyne« entstammt der griechischen Mythologie. Sie ist die Mutter der neun Musen sowie Namensgeberin für einen Fluss in der Unterwelt, dessen Wasser die Erinnerung herbeiführt. ▅ Eine Ausstellung der besonderen Art gestaltet Eike M. Eilmes im Oktogon unter der Zitronenpresse mit angrenzendem Bibliotheksraum. Anlass ist das Jubiläum »100 Jahre Kunstakademie im Lipsiusbau«. Mit »leib ein ikon – leiber.photographien.ikons« erobert die HfBK-Studentin im Fachbereich Freie Kunst die Räume mit großformatigen Installationen, bei denen das Ei mit seiner perfekten Form eine zentrale Rolle spielt – ebenso wie der menschliche, vor allemweibliche Körper. Eike M. Eilmes hatte bereits an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule ein Designstudium absolviert und will im nächsten Jahr ihr Diplom an der HfBK Dresden ablegen. ▅ Frühe Arbeiten von Angela Hampel sind anlässlich des Stücks »Fräulein Julie« von August Strindberg im Kleinen Haus des Staatstheaters zu sehen. Waren ihre Arbeiten zunächst von grellen Farben gekennzeichnet, so weisen aktuellen Werke zarte Brauntöne auf. Die Künstlerin führt das auf die Veränderungen ihres Umfelds in der Nachwendezeit zurück. Ergänzend dazu führt Hans Kromer für die DNN-Serie »Aus Dresdner Ateliers« ein ausführliches Interview mit der engagierten Künstlerin. Die Themen ihrer Kunst beschreibt sie mit »Frau. Frau und Tier. Frau und Mann. Im Grunde wohl ›ich‹«. ▅

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