94 1994 der Künstlerin: Ausbildung in der Sächsischen Porzellanmanufaktur Freital, Abendstudium an der HfBK Dresden, Studium der Lebensmitteltechnologie an der TU Dresden, Promotion auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik, 1985 Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR. ▅ Anlässlich der Wiederkehr des 80. Geburtstags von Asger Jorn widmet das Kupferstichkabinett dem 1973 verstorbenen dänischen Künstler eine Ausstellung im Albertinum. Er gilt als größter Maler des nordischen Expressionismus seit Edvard Munch. Zu sehen ist eine Auswahl von Arbeiten aus der Schenkung des Münchners Otto van den Loo, einem langjährigen Freund und Galeristen des Künstlers. Otto van den Loo trennt sich von seiner Grafik-Sammlung und bereichert damit den europäischen Schwerpunkt der Sammlung des Kupferstich-Kabinetts. Die Arbeiten des faszinierenden Künstlers sind erstmals für das Dresdner Publikum zugänglich, anschließend werden sie auch in Prag gezeigt. Asger Jorns Werke haben einen ausgeprägtem Sinn für skurrilen Humor und hintergründigemWitz. »Seiner unbändigen Lust an Formen und Farben, dem Drang nach Expressivität und der Freunde am Experimentellen kann sich auch der Betrachter seiner groß- und kleinformatigen, monochromen oder vielfarbigen Blätter nicht entziehen«, heißt es in einer Rezension. ▅ Unter dem Motto »Vier in Dresden« stellt die Philipp Morris-Stipendiatin Katrin Kunert in der Galerie Mitte aus. »Milch – Ziffer – Gang« nennt sie ihre Schau mit Gemälden und Terrakotten. Entstanden sind diese während des halbjährigen Atelieraufenthalts im Schloss Moritzburg. Die Arbeiten der Künstlerin strahlen Freundlichkeit und unaufdringliche Weiblichkeit aus. Einige der Werke tragen aussagekräftige Titel wie »Ich deck Dich zu« und »Genesung«; sie spiegeln die Freuden, Wünsche und Hoffnungen der jungen Mutter. Wenn Farben und Formen nicht mehr ausreichen, ergänzt Katrin Kunert mit Worten und Wortschöpfungen. Das ist folgerichtig, denn die Künstlerin hat von 1982 bis 1989 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert, wo sie auch lebt. ▅ Die »Dresdner Gesellschaft für Lichtdruckkunst e.V.« schreibt einen internationalen Plakatwettbewerb zum 50. Jahrestag der Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945 aus. Angesprochen sind Künstler, Graphiker und auch Schulklassen. Man wolle damit bewusst zur Provokation und gegen Lethargie und Ignoranz aufrufen. Also eine Anstiftung zur Zivilcourage gegen Hass und Gewalt, betont Karl Nolle, Vorstandsmitglied der Gesellschaft und Leiter des Druckhauses Dresden. ▅ Fast vierzig Jahre seines 94-jährigen Lebens lebte und arbeitete der Maler Christian Friedrich Gille in Dresden und Umgebung. Die Anerkennung seiner impressionistisch anmutenden Kunst blieb ihm jedoch zeitlebens verwehrt. Die Romantik ist noch nicht reif für seine
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