300 | ����������� Bemerkungen zu Restaurierungen und zur Erhaltung Bereits im Inventar der Kunstkammer von 1640 ist vermerkt, dass bei der Figur der Fortuna das Segel fehlt. 1724 wurde laut Rechnungslegung Johann Heinrich Köhler mit dessen Neuanfertigung beauftragt. Im heutigen Zustand ist jedoch kein Segel vorhanden. Am oberen Rand sind mehrere, auch große Teilstücke aus dem Nautilusgehäuse ausgebrochen, die wieder eingeklebt wurden. Die Kaschierung der Klebestellen lässt vermuten, dass die Maßnahmen zu unterschiedlichen Zeiten ausgeführt worden sind. Die am gesamten Pokal erhaltenen Reste einer Farbfassung wurden im Rahmen des Forschungsprojekts 2017/18 einer Untersuchung unterzogen.4 Obwohl in den Inventaren keine Kolorierung dokumentiert ist, kann man davon ausgehen, dass zumindest die in Resten erhaltene subtile und detailgenau ausgeführte Farbfassung am Kopf des Seeungeheuers (Deckel) und am Standfuß original ist. Eine Überarbeitung der Farbfassung durch Johann Heinrich Köhler ist zwar nicht überliefert, doch ist nicht auszuschließen, dass Köhler partiell auch Retuschen durchgeführt hat. UW Literatur Sponsel 1921, S. 96; Sponsel 1925–1932, Bd. I, S. 156, Taf. 41; Haenel/Holzhausen 1937, S. 53; Dresden 1960, S. 53, Nr. D 82; Mette 1995, S. 255, Nr. 269; Syndram 1997, S. 57; Marx/Plaßmeyer 2014, S. 418, Nr. 528; Weinhold/Witting 2018 a, S. 146 f., 158 f. Anmerkungen 1 Mette 1995, S. 112–118. 2 Bis heute hat Olmütz seine ausgesprochen reiche und kostbare Bausubstanz des Mittelalters und des 16. und 17. Jahrhunderts, ergänzt durch große Barockbauten, bewahrt. Infolge schwedischer Besetzung im Dreißigjähren Krieg verlor Olmütz seinen Hauptstadtstatus. Die Regierung Mährens wurde nach Brünn verlegt. 3 Richter 2005, S. 69. Einige sakrale Olmützer Goldschmiedearbeiten haben sich in den Kirchenschätzen der Umgebung erhalten. 4 Weinhold/Witting 2018 a, S. 146 f., 158 f. Abb. 1 Wirbel des Nautilusgehäuses mit Maske
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