382 | ����������� deutsch (Nürnberg oder Straßburg?), 2. Viertel 16. Jahrhundert Silber, getrieben, gegossen, ziseliert, punziert, graviert, geschnitten, vergoldet; Tiefschnittemail (nur in Resten erhalten), Kokosnuss, geschnitzt, innen ausgekittet Farbfassung: Grün, Weiß und Rot an der Bekrönungsfigur auf dem Deckel H 36,6 cm, G 710 g ohne Marken im Boden der Kokosnuss: Medaille mit dem Bildnis Christi und der Umschrift: EGO · SVM · IHESVS · A ET Ω eingeschlagene Nummer am Fußrand: 542 Provenienz: wahrscheinlich erstmals erwähnt im Inventar der Silberkammer um 1581–1586, sicher erstmals erwähnt im Entnahmeverzeichnis Rentkammer 1611; 1640 im Inventar der Kunstkammer; 1832 an die Rüstkammer abgegeben; von dort 1890 in das Grüne Gewölbe gekommen Inv.-Nr. IV 330 55 Kokosnusspokal mit der Geschichte des verlorenen Sohnes S Inventar Kunstkammer nach 1732, fol. 35 r, 35 v Trinck-Geschirre von Indianischen Cocos=Nüßen [...] Eine Indianische Nuß, darauff die Historia von verlohrenen Sohn geschnitten, in Silber gantz vergüldet eingefast innwendig am Boden, der Salvator mit der Umbschrifft Ego sum Jesus A et O. auffm Deckel ein Weiblicht Bild, mit einem vorbrochnen Schäfflein, und glatten Schilde, und innwendig gepicht wiegt 3 mark 3 loth 1 quent. No: 6. / [Bemerkung:] (der Deckel mangelt). S Inventar Kunstkammer 1741, fol. 47 v – 48 r Cap. V. Cocos-nüße und dergleichen. [...] No: 17. / Eine dergleichen [scil. cocos-nuß], worauf die geschichte vom verlornen sohne geschnitten. In ganz vergoldt silber gefaßet, inwendig im boden der salvator mit der umschrift. Ego sum Jesus, A. et O. ohne deckel. Die nuß hat einen riß, fehlet auch eine von den drey silbernen schienen. [Bemerkung mit roter Tinte:] Am 11. july 1832 zur rüstkammer abgegeben. [mit schwarzer Tinte:] stehet im ersten schranck, ist repariret und wie neu vergoldet. [mit Bleistift:] Die fehlende schiene liegt zerbrochen darinnen. S Inventar Eingangszimmer Historisches Museum 1838, fol. 31 v – 32 r No: 56. / Eine Cocusnuß, worauf die Geschichte des verlorenen Sohnes geschnitten, in vergoldetes Silber gefaßt; inwendig im Boden der Salvator, mit der Umschrift: Ego sum Jesus, A et O / [Bemerkung:] 1890 ins Grüne Gewölbe. S Inventar Silberzimmer 1879, S. 331–333 No: 330. [als Zugang 1890] / Kokosnußpokal in silbervergoldeter Faßung. Entsprechend den drei Schienen der Faßung ist die Kokosnuß mit drei Scenen aus der Geschichte des verlorenen Sohnes in Relief geschnitzt. Der hohe Fuß hat als Schaft eine Vase mit drei Bügeln und einem dreipassigen Bauch, darüber ein getriebenes Zwischenglied mit drei vorstehenden Köpfen, und dem Sockel durch eine Einschnürung in zwei gewölbte Zonen zerlegt, deren obere in hohem Relief getriebene Zierschilder mit Masken, die untere Akanthusranken enthält. Der Deckel hat die gleiche Randverzierung. Im Innern der Nuß eine vergoldete Medaille mit dem Profilbildnis Christi, Gesicht und Hals in Silber und mit der gravierten Inventare S Inventar Silberkammer um 1581–1586, fol. 41 r Im Sechstenn Schranck Ann Allerley vorguldten vndt vnuorgüldtenn Trinckgeschirr Vnnd Annders [...] 3 mark, 3 loth, – quent, 2 pfennige / ein indianische nuß welche geschnitten vnd mit getriebener arbeit vnd vergüldt. S Inventar Kunstkammer 1640, fol. 135 v – 136 r 1 Indianische nuß, darauf die historia vom verlohrnen sohn geschnitten, in silber gantz verguldet eingefast. Inwendig am boden der salvator mit der umbschrift: Ego sum Jesus. A et O. Ufn deckel ein weiblicht bild mit einem verbrochenen scheflin und glatten schilde und inwendig gepicht. Wigt 3 mark, 3 loth, 1 quent. Abb. 1 Aufbruch des Sohnes
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