Leseprobe

594 | ����������� Elias Geyer (Meister 1589, gestorben 1634) zugeschrieben Leipzig, wohl um 1589–1595 Silber, getrieben, gegossen, ziseliert, punziert, graviert, vergoldet; Straußenei, poliert H 44 cm (III 114), 46,3 cm (III 115), 47 cm (III 128), 46,2 cm (III 227), 47,6 cm (III 228); G 2 366 g (III 114), 2 478 g (III 115), 2 427 g (III 128), 2 524 g (III 227), 2 723 g (III 228) ohne Marken Punzierung auf dem Sockel: No. 9 W. 10. M. 1 l. mit dem Ey. (III 114), No: 10. W. 10 M 3. l. mit dem Ey. (III 115), No: 8. W. 10. M. 5 l. mit dem Ey (III 128), No. 6. W. 10 M 14 1. q. mit dem Ey (III 227), No. 3. W. 11. M. 6. l. 3. q. mit dem Ey (III 228) Provenienz: drei der Strauße wohl erstmals erwähnt im Nachlassinventar der Schreibstube Christians I., sicher erstmals erwähnt im Inventar der Kunstkammer von 1595; von dort 1724 in das Grüne Gewölbe gekommen Inv.-Nrn. III 128, III 228, III 115, III 227 und III 114 (von links nach rechts) 114 Fünf Straußenei- pokale in Gestalt von Straußen S Inventar Kunstkammer 1619, fol. 97 v An straussen eyern, in vergüldten silber eingefast und zum trinckgeschirrn können gebrauchet werden, vermöge des anno 1610 verneuerten inventarii. In einem grünen schranck. / 7 Straussen eyer, in silber eingefast, possiret wie ein strauß, darunter 4 vergüldt. [Bemerkung mit Bleistift:] Ein verguldter zerschrickt. S Inventar Kunstkammer 1640, fol. 133 r – 133 v In der vierten tresur stehen straußen eyer und indianische nußschalen als trinckgeschirr in silber gefast. / 7 Straußen eyer in silber eingefast, poßiret wie ein strauß, darunter 4 vergüld. Ein vergüldter zerschrickt. [...] 1 Silbern größer gantz vergüldeter strauß vogel, fornen an der brust das churfürstlich sächsische wappen mit farben eingelaßen, das corpus von einem straußen, unter den füßen drey heydexen und vier frösche. Wigt 7 mark, 8 loth, 3 quent. S Inventar Pretiosen 1725, fol. 218 r – 220 r Diejenigen Straußen Eyer und Pocale so den 20. Septembr: 1724. aus der Kunst Cammer zum Grünen Gewölbe seind abgegeben worden, als: [. . .] No: 3. / Ein dergleichen Vogelstrauß, im Schnabel ein Huff Eisen, der Corpus ein Straußen Ey, Kopff, Halß, Flügel, Schwanz und Füße ebenfalls von vergoldten Silber, stehet auf einen achtpassichten Postemente so erhaben getrieben, zwischen den Füßen stehet auch ein kleiner Löwe, wieget 11 mark, 6 loth, 3 quent. [III 228] [...] No: 6. / Ein Vogelstrauß, der Leib ein Strauß Ey, Kopff, Flügel, Schwanz und Füße von vergoldten Silber, stehet auf einen acht passichten silbern vergoldten, und mit Blumen und Früchten getriebenen Postement, wieget mit dem Ey 10 mark, 14 loth, 1 quent. [III 227] [...] No: 8. / Ein Vogelstrauß, mit ein Huffeisen im Schnabel, der Leib ein Straußen Ey, Kopff, Flügel, Schwanz und Füße von weißen Silber, stehet auf einen weiß silbern ovalen Postement mit getriebenen Früchten Blumen, Vögeln und Ungezieffer, wieget mit dem Ey 10 mark, 5 loth, – quent. [III 128] No: 9. / Ein dergleichen Vogelstrauß, der Leib ein Strauß Ey, Kopff, Flügel Schwanz und Füße von weißen Silber, stehet auf einen ovalen Postement mit Schlangen und andern Thieren getrieben, wieget mit dem Ey 10 mark, 1 loth, – quent. [III 114] No: 10. / Ein dergleichen weiß silberner Vogelstrauß, mit einem HuffEisen im Schnabel, der Leib ein StraußenEy, der Kopff, Flügel, Schwanz und Füße, ingleichen auch das achteckichte Postement, so mit antiquen Schnirckeln getrieben, alles von weißen Silber, wieget mit dem Ey 10 mark, 3 loth, – quent. [III 115] S Inventar Pretiosenzimmer 1733, S. 13–17 No: 26. / Ein dergleichen Vogel=Strauß, im Schnabel ein Huff=Eisen, das Corpus ein StraußenEy, Kopff, Halß, Flügel, Schwanz und Füße ebenfalls von vergoldten Silber, stehet auf einen achtpaßigten Postemente, so erhaben getrieben, zwischen denen Füßen stehet ein kleiner Löwe, wiegt 11 mark, 6 loth, 3 quent. [III 228] [...] No: 29. / Ein Vogel Strauß, der Leib ein Strauß=Ey, Kopff, Flügel, Schwanz und Füße von vergoldten Silber, stehet auf einem achtpassigten silbern vergoldten mit Blumen und Früchten getriebenen Postement, wiegt mit dem Ey 10 mark, 14 loth, 1 quent. [III 227] [...] No: 31. / Ein Vogel=Strauß mit einem Huff=Eisen im Schnabel, der Leib ein Straußen Ey, Kopff, Flügel, Schwanz und Füße von weißen Silber, stehet auf einem weiß silbern ovalen Postemente mit getriebenen Früchten, Blumen, Vögeln und Ungeziefer, wiegt mit dem Ey 10 mark, 5 loth, – quent. [III 128] No: 32. / Ein dergleichen Vogel Strauß, der Leib ein Strauß=Ey, der Kopff, Flügel, Schwanz und Füße von weißen Silber, stehet auf einem ovalen Postemente, mit Schlangen und andern Thieren getrieben, wiegt mit dem Ey 10 mark, 1 loth, – quent. [III 114] No: 33. / Ein dergleichen weiß silberner Vogel Strauß mit einem Huff=Eisen im Schnabel, der Leib ein Straußen=Ey, der Kopff, Flügel, Schwanz wie auch Füße, ingleichen auch das achteckigte Postement, so mit antiquen Schnirckel getrieben, alles von weißen Silber, wiegt mit dem Ey 10 mark, 3 loth, – quent. [III 115] S Inventar Kaminzimmer 1818, S. 45–47, 57–59 No: 23. [mit Bleistift darunter:] 228 / Ein Vogel Strauß mit einem Hufeisen im Schnabel. Der Körper ein Straußen=Ey; Kopf, Hals, Flügel, Schwanz und Füße von vergoldetem Silber, auf einem achteckigten erhaben gearbeiteten Postamente; zwischen den Füßen des Vogels steht ein kleiner Löwe; wiegt 11 mark, 6 loth, – quent. [III 228] Inventare S Inventar Kunstkammer 1595, fol. 306 v Ahn Straußen Eiern oder Trinckgeschirren in silber eingefast vnd Vorguldet, Sindt vber vorig Anno 1587. aufgericht Inuentarium aufs New Einkommen, / 3 Strauß Eyer in silber eingefast, Poßirt wie ein Strauß, [...] 4 Strauß Eyer in silber eingefast vnd vorguldet, Poßirt wie ein Strauß. S Inventar Kunstkammer 1610, fol. 100 r Ahn Straußen Eiern oder Trinckgeschirren in Silber eingefast und vergüldet, Vermöge deß Anno 1595. Verneüerten Inventary. [Bemerkung mit schwarzer Tinte:] In einem grünen Schrank. / 7. Straußen Eier in silber eingefast, Possirt wie ein Strauß, Darunter 4. Vergüldett. [mit schwarzer Tinte:] Im gemach No. 3. Zubefinden.

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