Leseprobe

����������������� | Tiere und Pflanzen | 595 No: 24. [mit Bleistift darunter:] 227 / Ein dergleichen Vogel Strauß, ganz den vorigen ähnlich, auf achteckigten Postament mit Blumen und Früchten, getrieben Arbeit [Bemerkung mit schwarzer Tinte:] ohne Hufeisen und Löwe; wiegt 10 mark, 14 loth, – quent. [III 227] No: 25. [mit Bleistift darunter:] 128 / Einer dergleichen mit einem Hufeisen im Schnabel, Kopf, Flügel, Schwanz und Füße von weißem Silber, auf weiß silbernem ovalem Postamente, mit getriebenen Früchten, Blumen, Vögeln und Insekten; wiegt 10 mark, 6 loth, 3 quent. |: das Ey ist schadhaft :| [III 128] No: 26. [mit Bleistift darunter:] 114 / Einer dergleichen dem vorigen ähnlich, jedoch ohne Hufeisen, auf einem ovalen Postamente mit getriebenen Schlangen und andern Thieren; wiegt 10 mark, – loth, – quent. [III 114] No: 27. [mit Bleistift darunter:] 115 / Ein dergleichen Vogel Strauß, mit einem Hufeisen im Schnabel, auf achteckigten Postament mit getriebenen antiken Schnörkeln; wiegt 10 mark, 4 loth, 2 quent. [...] Anmerkung: Sämmtliche Straußen=Eyer von No: 1. – 40. sind auf allerhöchsten Befehl, am 8ten September 1724. aus der Kunstkammer zu dem grünen Gewölbe abgegeben worden. S Inventar Kaminzimmer 1879, S. 107, 109, 113–115, 213–215 No: 114. / Ein Vogel Strauss. Der Körper ein Straußen=Ei. Kopf Flügel, Schwanz und Füße von weißem Silber auf einem derartigen ovalen Postamente mit getriebenen Schlangen und anderen Thieren. [Bemerkung mit Bleistift:] Mit k.sächs. Wappen [III 114] [. . .] No: 115. / Ein Vogel Strauss, mit einem Hufeisen im Schnabel, auf achteckigen Postament mit getriebenen Schnörkeln. [Bemerkung mit Bleistift:] Mit kursächs. Wappen [III 115] [...] No: 128. / Ein Vogel Strauss mit einem Hufeisen im Schnabel, der Körper ein Straußen=Ei, Kopf, Flügel, Schwanz und Füße von weißem Silber, auf weiß silbernem ovalem Postamente, mit getriebenen Früchten, Blumen, Vögeln und Insecten. – Das Ei ist schadhaft. [Bemerkungen von unterschiedlicher Hand mit Bleistift:] der Kopf davon auf 114. Trägt am Halse das chursächs. Wappen. Das darunter befindl. Anhängestück ist def., das zugeh. Stück liegt in Nr. 112. Straußenei vollständig gebrochen und geleimt. Durch ein Neues ersetzt. [III 128] [. . .] No: 227. / Ein Vogel Strauss. Der Körper ein Straußen=Ei; Kopf, Hals, Flügel, Schwanz und Füße von vergoldetem Silber; auf achteckigem Postamente mit Blumen und Früchten, in getriebener Arbeit. [Bemerkungen von unterschiedlicher Hand mit Bleistift:] Rechter Flügel mit Draht befestigt. Ei hat Sprünge. Mit kurfürstl. Schild vor der Brust. [III 227] No: 228. / Ein Vogel Strauss, mit einem Hufeisen im Schnabel. Der Körper ein Straußen=Ei; Kopf, Hals, Flügel, Schwanz und Füße von vergoldetem Silber, auf einem achteckigen erhaben gearbeiteten Postamente; zwischen den Füßen des Vogels steht ein kleiner Löwe. Das Ei ist schadhaft. [Bemerkungen von unterschiedlicher Hand mit Bleistift:] Straußenei zerbrochen. Durch ein Neues ersetzt. Vor der Brust das Kursächs. Wappen; [Bemerkung mit Kugelschreiber:] vorh. 21. XII. 67: das Ei fehlt. Die Einzelteile der Fassung sind vollständig erhalten; [mit Bleistift:] Straußenei zerbrochen, durch ein Neues ersetzt; 23. 9. 69: Ei ersetzt (III 236), hat gefehlt. EH [III 228]. Sonstige Quellen S GStA PK Berlin, I. HA Geheimer Rat, Rep. 41 Beziehungen zu Kursachsen, Nr. 546 Berichte über den Tod und die Leichenfeierlichkeiten für Kurfürst Christian I. von Sachsen, 1591 Okt. – Nov. (Nachlassinventar Schreibstube Kurfürst Christians I. 1591), fol. 3 r, 5 v Acht gefußte Strauß Eier: Fünff wie becher vnd drei wie Strausvogell: darunter zwei silbern vnd Eins vbergultt. [...] Vnd sein die achten Pocal den Straussenei hierin gesetzt, Hernach aber In die Silber Cammer geben. [unsichere Zuordnung] S HStADD, 10026 Geheimes Kabinett, Loc. 354/3 Schatullensachen, 1697–1748 (Rechnung Köhler 1724) fol. 8 v – 9 r Ein Vogel Strauß oder Casearius, der Corpus von einem Straußen Ey, Kopff, Halß, Flügel, Schwantz und Füße, alles von vergulten Silber, stehet auf einem Oval-Postemente, solchen Vogel alles neu gefärbet und das Postem: mit bunden Farben eingelaßen, dafür 3 Rtl. [Reichstaler] – [Groschen] Ein dergl. Vogel Strauß, an welchem das Ey gantz zerbrochen, daß es nicht wieder hat gebraucht werden können, hierzu ein Strauß=Ey von Leipzig kommen laßen, ist vor das Ey und auffärben, auch mit farben einzulaßen 4 Rtl. [Reichstaler] 8 [Groschen] Ein Vogel Strauß, von welchen der Kopff und halbe Halß manquiret, an selbigen einen neuen gefertiget, hat an Silber gewogen 11 loth 1 quent vor Arbeit und verguldten das loth 20 Gr. [Groschen] tuth 9 Rtl. [Reichstaler] 9 Gr. [Groschen] und vor Ausputzen 2 Rtl. [Reichstaler] – [Groschen] [III 228] Ein Vogel Strauß so ebenfalls neu gefärbet und repariret 3 Rtl. [Reichstaler] – Gr. [Groschen] Ein dergl. Vogel Strauß, an welchen auf das Postement 2. Ungeziefer neu gemacht worden, als Ein Frosch und Schnecke 1 loth 2 quent gewogen mit dem Vergulden 1 Rtl. [Reichstaler] und vors Ausputzen 3 Rtl. [Reichstaler] 4 Rtl. [Reichstaler] – [Groschen] Ein Vogel Strauß so ebenfalls gefärbt und repariret 3 Rtl. [Reichstaler] – [Groschen] Ein dito Vogel Strauß 3 Rtl. [Reichstaler] – [Groschen] Ein Vogel Strauß das Silber weiß ohne geguldt das Postement ebenfalls mit bunden Farben eingelaßen 2 Rtl. [Reichstaler] – [Groschen] Ein dergl. Weißer Vogel Strauß 2 Rtl. [Reichstaler] – [Groschen] Ein eben dergl. weißer Vogel Strauß 2 Rtl. [Reichstaler] – [Groschen]. [eine genaue Zuordnung ist nur für das Exemplar III 228 möglich] Beschreibung Die fünf Straußenvögel, deren zumindest hypothetische Nutzbarkeit als Trinkgefäße auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, bilden eine eindrucksvolle und raumgreifende Gruppe von Silberplastiken. Die Werke sind in ihren Dimensionen sowie in Herstellungsweise und Aufbau eng verwandt, unterscheiden sich aber in einzelnen Details. So sind zwei der fünf Vögel vergoldet (III 227 und III 228), die anderen drei weißsilber belassen. Drei Strauße besitzen einen achteckigen, zwei einen ovalen Sockel (III 114 und III 128). Letztere sind auf der Oberseite einmal mehr, einmal weniger stark gewölbt und in einem Fall mit getriebenen Früchten, Blumen und zwei Vögeln sowie einer grotesken Schnecke verziert, gerahmt von einem Flechtband (III 128); im anderen

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