Leseprobe

806 | ������������������������������������������������ Niclaus Schmidt (Meister 1582, gestorben 1609) Nürnberg, um 1592–1594 Perlmutterarbeit und Malerei: Gujarat, 1540–1580 Silber, getrieben, gegossen, ziseliert, graviert, vergoldet; Perlmuttercabochons, Perlmutter, geschnitten, Teakholz, lackiert (Becken), Turbanschnecken, poliert (Kanne) Kanne: H 40 cm, G 2 806 g; Becken: D 56 cm, G 5 679 g Mz: Schmiedehammer im Kreis (NGK 2007, Nr. 809) Bz: N im Kreis (NGK 2007, Nr. 9 für 1592–1594) Marken links und rechts am Halsansatz und am Fußrand (Kanne) sowie versteckt unter der mittigen Mutter auf der Unterseite (Becken) Provenienz: Ankauf Kurfürst Christians II. 1602 bei dem Leipziger Händler Veit Böttiger; erstmals erwähnt im Inventar der Kunstkammer von 1610; von dort 1832 in das Grüne Gewölbe gekommen Inv.-Nrn. IV 157 (Kanne) und IV 248 (Becken) 170 Lavabo mit Perlmutter Inventare S Inventar Kunstkammer 1610, fol. 191 r – 191 v Ahn schönen Perlenmuttern Taffeln, Handtbecken, Gießkandelln, Trinckgeschirrn unnd Kästlein, Hatt sich über vorig Anno 1595. Verneüertenn Inventarium befunden. / 1.Taffell von Eübenholtz mit silber vnd Perlenmutter eingelegt, so zum theill vonn Veit Böttigernn Zu Leipzigk erkaufft wordenn, Darbeÿ verhandenn / 1. Silbern vergüldt Handtbecken mit silbern Figurenn vnnd Perlenmutter auch eingeschmelztenn farbenn, Darzu / 1. Gießkandell von dreÿen Schnecken. S Inventar Kunstkammer 1619, fol. 205 r An schönen perlenmutter taffeln, handtbecken, gießkandeln, trinckgeschirrn und kästlein inhalt des anno 1610 verneuerten inventarii. 1 Tafel von Euben holtz, mit silber und perlenmutter eingelegt, so zum theil von Veit Böttigern zu Leipzigk erkauft worden. Darbey verhanden. / 1. Silbern vergüldt handtbecken mit silbernen figuren und perlenmutter, auch eingeschmelzten farben Darzu / 1. Gießkandel von dreyen schnecken. [Bemerkung mit Tinte:] Seind gemahlte lasur farben gewesen, welche in abbeizen weg gangen. S Inventar Kunstkammer 1640, fol. 140 r Eine tafel, auf welcher folgendte von perlenmutter in silber gefaste trinckgeschirr, gießkannen und gieß becken gestellet seind und ist mit rothen leder behengt. / 1 Silbern vergüld handbecken mit silbernen figuren und perlenmutter. / 1 Gieß kandel von dreyen schnecken. S Inventar Kunstkammer nach 1732, fol. 63 v – 64 r Ein gevierter Tisch, daran das Blatt mit Perlenmutter eingeleget, das Gestell von gemeinen Holtze und gemahlet so Churfürst Augusto höchstseel: Gedächtnüß von Hertzog von Sophoy verehret worden. darauf ist gesetzet [...] Ein silbern vergüld Gieß Becken, mit Perlmutter eingeleget, auf deßen Rande 6. in Silber getriebene Figuren, und 6. Stück Perlmutter, in Form eines halben Eyes, der Boden vergüldt Silber, stehet auf 3. dergl: Knöpffen / Ein dergl: Gieß Kanne, auf halb rundt dreyeckigten Fuße zu oberst mit 3. Schnecken, in vergült Silber, wie ein Vogel mit langen krummen Halse N°. 4. S Inventar Kunstkammer 1741, fol. 27 v – 29 r Cap. III. Gieß-kannen und gieß-becken von silber, mit perlmutter eingelegt und verzieret [...] No: 4. / Ein rund silbern vergoldt gießbecken und kanne. Das becken inwendig mit stückgen perlmutter ausgelegt und verzieret, auf dem getriebenen rande sechß erhabene silberne manns- und weibs-bilder. Zwischen zweyen ist allemahl ein oval stückgen perlmutter in form eines halben eyes in silber eingefaßt. Stehet auf 3 runden knöpfen und ist auswendig blaß vergoldt. Die kanne ist in form eines auf einem silbernen postament sizenden geflügelten monstreusen thieres, deßen beyde seiten und schwanz mit perlmutterschnecken versezet sind. Die schnecke an der kanne ist schadthaft. [...] [Bemerkung mit roter Tinte:] Am 6. Juli 1832 zum grünen Gewölbe abgegeben. [mit schwarzer Tinte:] ist renoviret und stehet mit ein futteral bedecket auf einem Tisch. [...] Nota bene. Alle diese 5 lavors werden in einen kasten verschloßen auf behalten und wenn jemand in der kunst-cammer zum ansehen der sachen herum geführt wird, so werden sie aus den kasten genommen und auf einen tisch, welcher quer vor die beyden fenster [Einfügung:] im Alabaster-gewölbe stehet, zusammen gesetzet und hernach wieder in den kasten geleget und verschloßen aufbehalten. Vide porro pag. 299. Nota bene. Ist geändert und stehen alle 5 in der langen galerie unten auf tischen, nacheinander. S Inventar Silbervergoldetes Zimmer 1817, S. 84 h (Nachtrag) No: 141. / Ein rund silbern vergoldt Gießbecken und Kanne, das Becken innwendig mit Stückchen Perlmutter ausgelegt und verzieret, auf dem getriebenen Rande 6 erhabene silberne Manns- und Weibsbilder, zwischen zweien ist allemal ein oval Stückchen Perlenmutter in Form eines halben Eies in Silber eingefaßt, stehet auf 3. runden Knöpfen, und ist auswendig blaß vergoldet. Die Kanne ist in Form eines auf einem silbernen Postament sitzenden geflügelten monstreusen Geiers, dessen beide Seiten und Schwanz mit Perlmutter Schnecken versetzet sind. IV 248 Mz Becken IV 248 Bz Becken

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