Lavabos | 807 S Inventar Silberzimmer 1879, S. 161–163, 231–233 No: 157. / Eine silbervergoldete Kanne, in Form eines sitzenden, geflügelten, monströsen Thieres, dessen beide Seiten und Schwanz mit Perlmutter=Schnecken versetzt sind. Die Kanne gehört zu dem Becken No: 248. [...] No: 248. / Ein rundes, silbervergoldetes Giesbecken; das Innere ist mit Perlmutter ausgelegt und hat drei Eidechsen auf dem Boden. Der breite getriebene Rand ist mit drei männlichen und drei weiblichen liegenden Figuren verziert, zwischen denen ovale Perlmutterstücken in Form eines halben Eies eingelassen sind, zu diesem Becken gehört die Kanne unter No: 157. Sonstige Quellen S HStADD, 10024 Geheimer Rat, Loc. 9835/16 Kurfürstliche Kunstkammer zu Dresden, deren Invention und dazu geordnete neue Bestellung, 1624 (Verzeichnis Kunstkammer 1624), fol. 39 v Außm Gemach Kegen dem Zwinger No: 4. Ist versetzt, [...] Ein silbern verguldt handtbecken, mit silbern Figuren vnnd Perll Mutter, auch eingeschmeltzten farben, Dartzu / Eine Gießkandell von drey Schnecken [...] seindt alle ins dritte Gemach kommen. Beschreibung Der Nürnberger Meister Niclaus Schmidt hat das indische Perlmutterbecken in eine Goldschmiedemontierung eingepasst, welche die Rückseite des Werks vollständig verdeckt und diesem eine relativ breite Fahne hinzufügt. Diese zieren sechs Perlmuttercabochons im Wechsel mit weißsilbernen Reliefauflagen in Gestalt dreier weiblicher und dreier männlicher Genien. In querovalen Reserven mit ziselierten Hügellandschaften ausgestreckt lagernd, sind fünf dieser Figuren mit Wassergefäßen und eine mit einem Füllhorn wiedergegeben. Fruchtbündel mit Beschlag- und Rollwerk füllen die Zwischenräume. Eine ähnliche Ornamentik, ergänzt durch geflügelte Engelsköpfe, findet sich auf der die Fahne rahmenden
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