Leseprobe

Kannen, Krüge und Kredenzen | 869 Bedeutung Dass man den Fayencekrug mit einer solch opulenten Fassung versehen hat, spricht für das nach wie vor große Interesse an derlei Arbeiten. Der Krug gehört zusammen mit einer blauen Kanne zu den frühesten nach Sachsen importierten Fayencen (Kat.-Nr. 192). Bemerkungen zu Restaurierungen Die Kanne wurde 1965 einer Restaurierung unterzogen.7 UW Literatur Seidlitz 1920, S. 278, Nr. 155, Taf. 45; Sponsel 1921, S. 177 f.; Sponsel 1925–1932, Bd. I, S. 198, Taf. 62; Haenel/Holzhausen 1937, S. 79; Dresden 1959, S. 73, Nr. C 4; Menzhausen 1968 a, S. 82, Nr. 35; Syndram 1997, S. 66; Dresden 2009/10, S. 108, Nr. I.23; Krabath 2012, S. 90, Abb. 84 Anmerkungen 1 Sponsel 1925–1932, Bd. I, S. 65. 2 Hayward 1976, S. 304. 3 Dumortier 2002, S. 91, Abb. 29, S. 209, Nr. 67. 4 Dresden 2009/10, S. 103, 105. 5 Vgl. die Halskette aus zwölf Handtreuen mit einem A auf jedem Herzen, Augsburg oder Nürnberg, zwischen 1548 und 1585, SKD, Grünes Gewölbe, Inv.-Nr. VIII 262 (Dresden 2009/10, S. 103, Nr. I.13) sowie den Anhänger mit dem Monogramm A, wohl süddeutsch, zwischen 1548 und 1585, SKD, Grünes Gewölbe, Inv.-Nr. VIII 301; Dresden 2009/10, S. 105, Nr. I.17. 6 SKD, Rüstkammer, Inv.-Nrn. V 38, XI 88 (Scheide); Dresden 2009/10, S. 97, Nr. I.4. 7 Restaurierungsbericht, Eva Herzog, Januar 1965 (AGG). Urban Schneeweiß (Meister vor 1572, gestorben 1600) Dresden, wohl kurz vor 1585 Drechselei/Schliff: Zöblitz bei Marienberg/ Sachsen, vor 1585 Silber, getrieben, gegossen, ziseliert, graviert, punziert, vergoldet; heller, schwarz geäderter Granatserpentin, gedrechselt H 29,3 cm; G 3 085 g Mz: VS ligiert im Schild (ähnlich R3, Nr. 1726) Bz: D im Kreis für Dresden (R3, Nr. 1658) Marken unter dem Fuß im Deckel ein Medaillon mit dem gravierten königlich-dänischen Wappen Provenienz: erstmals erwähnt im Pretioseninventar von 1725 Inv.-Nr. V 398 188 Deckelkrug mit Serpentin Inventare S Inventar Pretiosen 1725, fol. 184 r An Serpentinsteinern Geschirren. / No: 1. [mit roter Tinte rechts daneben:] 1 / Ein großer Krug von weißlicht grün gesprenngten Serpendin, mit dergleichen Deckel, welcher drey mahl in vergoldt gestochenen Silber gefaßt, der Henckel massiv vergoldt Silber, an dem Kruge gehen vier gegoßene vergoldte Schienen herunter, der Fuß von vergoldt gestochenen Silber, inwendig im Deckel das dähnische Wappen als drey Löwen gestochen. [mit roter Tinte links daneben:] stehet im Provinz Gewölbe. S Inventar Provinzwappenzimmer 1733, S. 8 An Serpentin Steinernen Gefäßen. / No: 1. / Ein großer Krug von weißlicht grün gesprengten Serpentin, mit dergleichen Deckel, welcher dreymahl in vergoldt gestochenen Silber gefaßet, der Henckel massiv vergolt Silber, an dem Kruge gehen vier gegoßene verguldete Schienen herunter, der Fuß von vergoldt gestochenen Silber, inwendig in Deckel das Dähnische Wappen, als Drey Löwen gestochen. S Inventar Pretiosenzimmer 1819, S. 205 No: 7. [mit Bleistift darunter:] 398 / Ein großer Krug von weißlicht eingesprengtem Serpetinstein [sic], mit dergleichen in vergoldet Silber gefaßtem Deckel, in welchem inwendig das dänische Wappen gestochen. Der Henkel ist von massiv vergoldetem Silber mit erhabner Arbeit. Am Körper sind gegoßen silbervergoldete Schienen mit getriebner Arbeit; der Fuß ist in vergoldet gestochen Silber gefaßt. S Inventar Pretiosensaal 1879, S. 457 No: 398. / Ein großer Krug von weißlich eingesprenktem Serpentinstein, mit dergleichen in vergoldet Silber gefaßtem Deckel in welchem inwendig das dänische Wappen gestochen. Der Henkel ist von massiv vergoldetem Silber mit erhabener Arbeit. Am Körper sind gegossene silbervergoldete Schienen mit getriebener Arbeit; der Fuß ist in vergoldet gestochen Silber gefaßt. V 398 Mz Fuß V 398 Bz Fuß

RkJQdWJsaXNoZXIy MTMyNjA1