Statuetten | 975 Daniel Kellerthaler (Meister wohl 1608, gestorben wohl 1648) Dresden, wohl 1628 Silber, gegossen, ziseliert, punziert, graviert, geschnitten, vergoldet; Holzpodest aus Linde mit Birne furniert, schwarz gebeizt und gewachst H mit Podest je 22,4 cm, H Figuren 14,8 cm (IV 194), 14,6 cm (IV 266); G (komplett) 296 g (IV 194), 297 g (IV 266) ohne Marken Inschriftplaketten auf beiden Podesten: Genes. III. Des Weibes Samen sol der Schlangen Kopf zutretten. Provenienz: wohl Geschenke Johann Georgs I. zum Weihnachtsfest 1628 an die kurfürstlichen Kinder Moritz, Maria Elisabeth und Magdalena Sibylla; erstmals erwähnt im Pretioseninventar von 1725 Inv.-Nrn. IV 194 (links) und IV 266 (rechts) 224 Zwei Bornkinnel Inventare S Inventar Pretiosen 1725, fol. 128 r, 132 r – 132 v An Antiquen Schmuckkästgen und Schreibezeugen. [...] Zwey gleiche weiß silberne Jesus Kinder, auf denen Köpffen einen vergoldten Schein, heben die rechte Hand mit drey ausgestreckten Fingern in die Höhe und halten in der lincken Hand silberne vergoldte Welt Kugeln, umb deren Füße winden sich vergoldte Schlangen, stehen auf zwey schwarz hölzern Postementern, so mit weißen silbern Zierrathen beleget, auf ieden forne ein vergoldt Täfelgen, worauf die Worte stehen: Des Weibes Saamen soll der Schlangen den Kopf zutrethen. S Inventar Pretiosenzimmer 1733, S. 977, 979 An kleinen Statuen und andern Kabinettstücken [...] No: 4. / Zwey Salvator Statuen, in Form eines Kindes von getriebenen Silber, der Kopff eines jeden Kindes mit einem vergoldten Nimbo oder Schein umgeben, jedes Kind hält in die rechte nebenst noch zweyen, wie hernachvorzeichnet pro 8 thlr. [Taler] [an Herzogin Maria Elisabeth:] undt Ein Silbern Christkindtlein wie vorherbeniembt pro 8 thlr. [Taler] [an Herzogin Magdalena Sibylla:] undt Ein Silbern Christkindtlein wie obige, pro 8 thlr. [Taler]. S HStADD, 100024 Geheimer Rat, Loc. 8696/1 Belegzettel, zur Rechnung über Einnahme und Ausgabe für edle Gesteine, Kleinodien, Gold, goldene Ketten, Bildnisse, Silbergeschirr und Geld gehörig, 1624–1629, fol. 262 r 3 Christkindlein von Silber getrieben für die junge Herrschaft zum Hl. Christ, 24 Thl. [Taler]. [1629, Daniel Kellerthaler] S Journal Grünes Gewölbe 1733–1782, fol. 189 r Den 3. Juny 1765 zur Reparation den Noack und Leschke gegeben worden [...] Auch zwey silberne Engeln stehend von Silber auf Postamenten v. Holz welche zerbrochen. / Auch die zwey Engeln stehend von Silber sindt repariret und wiederum an ihr gehöriges Ohrt gestellt worden. S Journal Grünes Gewölbe 1851 – um 1890, fol. 14 v Nachdem die [unleserlich] Postamente u. Rahmen von Hr. Ludw. Wenzel abgeliefert (am 3. Febr.), sind dieselben an Hl. Juw. Scharffenberg abgegeben worden, zur Befestigung von: [...] 2 segnende Christuskinder [...] am 4. Febr. 1864. / Dir. Chalybaeus Beschreibung Die beiden auf hölzerne Sockel montierten Silberstatuetten sind von Grund auf gleich konzipiert. Auf einer in den Ecken eingezogenen und vielfach profilierten Basis erheben sich die quaderförmigen Postamente, deren stufenförmig sich verkleinernde Oberseite als Standfläche für die Figuren dient. In die Schauseiten der Quader ist jeweils eine ovale Silbertafel mit einem Bibelzitat eingelassen. Weitere einfache Silberappliken schmücken die Profile. So zieren kleine Blütchen die Vorderseite mit der Plakette, stilisierte florale Ornamente befinden sich ober- und unterhalb der Inschriftenplakette (bei IV 266 fehlt das untere), und je vier längliche Besatzstücke akzenHand in die Höhe, und in der linken eine silbervergoldete Weltkugel, um die Füße windet sich eine vergoldte Schlange, iede Statue auf einem hölzern schwarzgebeizten Postement, woran forne eine vergoldte Platte, auf welcher der Spruch: Der Weiber Saamen soll der Schlangen den Kopff zutreten. Genes. 3 auch synd noch sonst an diesem Postement einige silberne Zierathe. S Inventar Silbervergoldetes Zimmer 1817, S. 84 No: 115. [mit Bleistift darunter:] 194 / Eine kleine Statue des Salvators von getriebenem Silber, die rechte Hand zum Segen erhoben, in der linken eine silbervergoldete Weltkugel haltend. Der Nimbus um den Kopf ist ebenfalls silbern und vergoldet. Um die Füße windet sich eine dergleichen Schlange. An dem hölzernen schwarzgepeitzten Postamente ist vorn eine kleine vergoldete Platte, mit dem [sic] Inschrift: Des Weibes Saamen wird der Schlange den Kopf zertreten; wiegt 1 mark, 4 loth, 3 quent. [IV 194] No: 116. [mit Bleistift darunter:] 266 / Eine ganz dergleichen Statue, Compagnon der vorhergehenden; wiegt 1 mark, 4 loth, 3 quent. [IV 266] S Inventar Silberzimmer 1879, S. 187–189, 249 No: 194. / Eine kleine Statue des Salvators von getriebenen Silber, die rechte Hand zum Segnen erhoben, in der linken eine silbervergoldete Weltkugel haltend. Der Nimbus um den Kopf ist ebenfalls silbern und vergoldet. Um die Füße windet sich eine dergleichen Schlange. An dem hölzernen, schwarzgebeiztem Postamente ist vorn eine kleine vergoldete Platte, mit der Inschrift: Des Weibes Samen wird der Schlange den Kopf zertreten. [IV 194] [. . .] No: 266. / Eine kleine Statue des Salvators, von Silber, Pendant zu der Statue unter Nr: 194 und dieser gleichend. [IV 266] Sonstige Quellen S HStADD, 100024 Geheimer Rat, Loc. 8685/16 Verzeichnis der Heiligen Christ-, Neujahrs-, Geburtstags-, Hochzeits-, Kindtaufs- und anderer Verehrungen und Geschenke, 1629–1651, fol. 4 r [Weihnachtsgeschenk an Herzog Moritz 1628:] Ein Silbern von getriebener arbeit artlich gemachtes Christkindtlein, von Daniel Kellerthalern
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