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Die Polizei der Weimarer Republik wurde in deren ersten, politisch sehr unruhigen Jahren neu aufgebaut. National-konservative Militärs unter General Groener gingen im November 1918 mit den Sozialdemokraten um Friedrich Ebert eine Interessengemeinschaft ein. Sie stellten der Regierung Ebert zum Kampf gegen linke Umsturzbestrebungen Ver- bände aus den Fronttruppen des gerade beendetenWeltkriegs zur Ver- fügung. Erfolgreich bekämpften diese Einheiten die revolutionären Akti vitäten der Linken, oft gemeinsam mit weiteren rechtsgerichteten Frei- korps. Im Frühjahr wurden diese Verbände – und in Teilen auch die Paramilitärs der Freikorps – in die sogenannte Sicherheitspolizei über- führt. Allerdings erwies sich die Sicherheitspolizei bei dem rechten Umsturzversuch durch Kapp und Lüttwitz im März 1920 als unzuver- lässig, auch wenn dieser Putsch letztlich erfolglos blieb. Die vorrangige Aufgabe des im Frühjahr 1920 ernannten preußi- schen Innenministers Carl Severing (SPD) war es, die Sicherheitspolizei zu einer loyalen republiktreuen Institution umzuformen. Er wandelte die Polizei in Preußen in die Schutzpolizei um und setzte sie erfolgreich als innenpolitischen Konfliktregler ein. Die dabei erzielten Erfolge – wie die Niederschlagung des ›Mitteldeutschen Aufstands‹ im März 1921 – richteten das polizeiliche Selbstverständnis stark auf militärische Pro- blemlösungen aus. In den politisch ruhigeren Jahren ab 1924 ging Severing daran, die preußische Polizei zu reformieren und zu modernisieren. Sein Ziel war eine zivile, republikanische Polizei, die sich als »Freund, Helfer und
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