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Mit Kriegsbeginn kamen auf die Polizei neue Aufgaben zu. Im Deut- schen Reich sollte sie den Zusammenhalt der ›Heimatfront‹ mit allen Mitteln aufrechterhalten. Dazu wurden neue Straftatbestände geschaf- fen und bestehende verschärft. Die Zahl der in den Konzentrations­ lagern und Gefängnissen Inhaftierten und zum Tode Verurteilten stieg nach 1939 sprunghaft an. Der Personalbestand der Polizei veränderte sich in den Kriegsjah- ren erheblich. Viele Angehörige von Ordnungspolizei, Kriminalpolizei und Gestapo wurden in die von der Wehrmacht eroberten Gebiete ver- setzt. An ihre Stelle traten ältere Reservisten und neu rekrutierte Beamte. Um den Mangel an Arbeitskräften zu beheben, verpflichtete das NS-Regime seit demWinter 1941/42 Millionen Zivilarbeiter und Kriegs- gefangene aus allen von der Wehrmacht besetzten Ländern Europas. Die Mehrzahl wurde gewaltsam aus Polen und aus der Sowjetunion nach Deutschland verschleppt. Die Polizei erfasste die Zwangsarbeiter in ihren Herkunftsländern und bewachte sie im Deutschen Reich. Mit Verordnungen und Erlassen regelte die Gestapo die Arbeits- und Lebensbedingungen der Zwangsarbeiter und ihren Umgang mit der deutschen Bevölkerung. Besonders stark diskriminiert waren polnische und sowjetische Zivilarbeiter und kriegsgefangene Rotarmisten. Bei Verstößen gegen die Arbeitspflicht, Fluchtversuchen und Widerstand drohte ihnen eine mehrwöchige Haft in Arbeitserziehungslagern.Allein im Deutschen Reich gab es mehr als 200 dieser Straflager der Gestapo.

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