Katalog

Das 18. Jahrhundert  69 In der Zeit bis 1785 entstanden neun Manufaktu- ren, die aber teilweise nur von kurzer Lebensdauer waren. Etwa 700 Lohnarbeiter wurden dabei in Zwickau beschäftigt. Als sehr fortschrittlich erwies sich die Kattun- und Zeugdruckerei Steiner, die als erste zum Maschinendruck überging. 1723 Am 11. Juli, am 7. November und am 26. Dezember richteten drei Hochwasser erheblichen Schaden an, wovon besonders stark die Schlossmühle und der davor liegende Bleichhof betroffen waren. 1724 Am 24. April kaufte der Rat für 11000 Gulden das Rittergut Weißenbrunn. n Im August rückten zwei Eskadronen Kattesche Dragoner in Zwickau ein, wo sie fast zwei Jahre stationiert waren. Wegen der einsetzenden Diebstähle zogen Bürgerwachen auf. n Am Rathaus brachte man die ersten beiden Leuchtpfannen der Stadt an. Zwei Jahre später erfolgte die Bestückung der Eckhäuser. Die Versor- gung der Laternen für den Fall einer Feuerbrunst oder eines Tumults übernahmen die Nachtwächter. n Neben steinernen Distanz- oder Meilensäulen wur- den auf Anordnung des Land- und Grenzvermessers Adam Friedrich Zürner vier obeliskförmige Post­ säulen vor den Stadttoren aufgestellt (Abb. 38). 1725 Im November zogen zwei Kompanien des Infante- rie-Regiments von Marche in die Garnison ein. n Für dieses Jahr wurde in der Stadt erstmals eine Schänke erwähnt, in der Kaffee ausgeschenkt wurde. Auch die Strohflechterei trat in Zwickau als neues Gewerbe auf. 1726 Am 16. September fiel ein Haus in der Frauengasse den Flammen zum Opfer. n Die hölzerne Frauentorbrücke wurde durch eine steinerne ersetzt. n Abb. 38 | Postmeilensäulen, Darstellung von 1721

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