Katalog

176  Die Chronik der Stadt Zwickau Am 10. September errang Fußball-Nationaltorhüter Jürgen Croy von der BSG Sachsenring Zwickau mit der Olympiamannschaft der DDR beim Olympischen Turnier in München nach einem 2 : 2 gegen die Sowjetunion den 3. Platz (es gab zwei Bronze­ medaillen). Im gleichen Jahr wurde Croy erstmals DDR-Fußballer des Jahres – eine Auszeichnung, die ihm erneut 1976 und 1978 zuteilwurde. n Am 30. Oktober half die Zwickauer Feuerwehr im Nachbarkreis Werdau bei der Bergung und den Aufräumungsarbeiten nach dem Eisenbahnunglück in Schweinsburg-Culten. Bei dem Zusammenstoß von zwei D-Zügen waren 25 Menschen getötet und 70 verletzt worden, die fast alle in das Bezirks- krankenhaus »Heinrich Braun« eingeliefert wurde. Der Express KARLEX hatte ein Haltesignal über­ fahren. n Am 29. November starb der Dichter Rudolf Kirsten (geboren am 28. September 1886 in Quersa bei Großenhain). Kirsten, der seit 1936 in Zwickau als Volksschullehrer angestellt war, schrieb in seiner Freizeit vor allem moderne Märchen und Schwänke, mit denen er im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt wurde. n Am 17. Dezember starb in Glücksburg bei Flensburg Prof. Dr. Gerhard Küntscher (geboren am 6. Dezem- ber 1900 in Zwickau, Reichenbacher Straße 23). Sein Lebenswerk war die Entwicklung der Mark­ nagelung bei Frakturen langer Röhrenknochen im Jahr 1939. n Das »Hotel Wagner« in der Bahnhofstraße 67 führte fortan den Namen »Stadt Zwickau«. 1973 Am 28. April erfolgte die Grundsteinlegung für das Neubaugebiet Neuplanitz. n Am 14. Juni fand der Bau des 4175 Wohnungen umfassenden Neubaugebiets in Eckersbach E1– E 4 seinen Abschluss. n Am 1. September erhielt das Pädagogische Institut den Status einer Hochschule und gleichzeitig das Promotionsrecht (Dr. paed.) verliehen. Ab 1984 durfte die Hochschule auch den Titel Dr. phil. ver- geben. n In diesem Jahr lief der millionste Pkw vom Typ Trabant vom Fließband. 1974 Am 7. Januar übergab die Stadt in Eckersbach am Weitblick das erste Wohnhaus speziell für ältere Bürger. Weitere altersgerechte Wohnblöcke ent- standen später hier und im Neubaugebiet Planitz. n Am 6. Juni fasste der Ministerrat der DDR den Beschluss, dass der Steinkohlenbergbau im Zwickauer Revier schrittweise einzustellen sei. n Am 6. Oktober weihte die BSG Lokomotive Zwickau in Marienthal ihren Sportplatz, einen Hartplatz, ein. n Am 20. Oktober wurde am Neumarkt der HO-Ge- tränkeservice eröffnet, der – im Gegensatz zu den Kaufhallen – pasteurisiertes Bier ohne Mengen­ begrenzung verkaufte. n Am 7. Oktober verlieh der Staatsrat der DDR der Stadt Zwickau in Würdigung ihrer Verdienste beim Aufbau der sozialistischen Gesellschaft in der DDR den Vaterländischen Verdienstorden in Gold. n Bei einem Hochwasser am 7. und 8. Dezember trat die Zwickauer Mulde über die Ufer, der Pegel stieg auf 4,32m. Abb. 107 | Studentenwohnheim an der Inneren Schneeberger Straße, 1972

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