Leseprobe
3 3 L ANDE SHE RR L I CHE R E S I DENZ EN 1 S CHWE R I N · S CH L O S S Grundriss, Schlosswache mit Nordwestbastion 2. Drittel 18. Jh. Feder in Schwarz; grau und rot aquarelliert 21 ×32,2 cm · Papier Wasserzeichen: Doppeladler, darüber Krone Maßstab in Fuß Inv.-Nr.: Slg. 03 Plan 4 Der Grundriss entspricht in Maßen und Dis position annähernd der bis 1845 bestehenden Schlosswache 1 und einem schon 1705/1707 nach- weisbaren Vorgängerbau, 2 der anscheinend re- gularisiert und stärker rechtwinklig ausgerichtet werden sollte. Die Ecke zur Hofeinfahrt akzen- tuieren flache Vorlagen. Ausgaben »zu einer neuen Corps de Garde vor den Schloß« wurden bereits 1739 vermerkt, 3 1745/46 Kosten für deren »translocierung« sowie »Vor abnehmung der alten Corps de Garde und einrammung der Pfählewo solchewieder stehen sollen«. 4 Spätestens 1760 stand das Gebäude. 5 Der Riss referiert anscheinend eine Planung noch ohne vorgelagerte Kolonnadengalerie mit Blendattika, 6 die vielleicht Erbprinz bzw. Herzog Friedrich anregte. 7 Als Zeichner in Betracht kom men möglicherweise in den Quellen genannte Maurermeister, zumeist aus demUmfeld Johann Friedrich Künneckes. 8 RW 1 Vgl. Weingart 2008, S. 9, Abb. 1, 5, Anm. 4, 7. 2 Vgl. den Schlossgrundriss von Jakob Reutz und F. W. von Hammersteins Entwurf für einen Eingangsflügel, beide überliefert inMs. Knesebeck 1703–1716. –Weingart 2008, S. 41f. – Beitrag von Ralf Weingart im Essayband, S. 352f., Abb. 7f. 3 LHAS, 2.12-1/26-15 Fürstliche Schlösser und Häuser, Nr. 753, Specification vom 10. Februar 1739. Das Dach der alten Wache war schon 1732 undicht. Ebd., Nr. 775, Schrei- ben Johann Samuel Meckels vom 8. Juli 1732. 4 LHAS, 2.12-1/26-15 Fürstliche Schlösser und Häuser, Nr. 776, Zahlungsanweisung vom 24. Mai 1745; General- Extrakt für die Jahre 1744–1747. 5 LHAS, 2.12-1/26-15 Fürstliche Schlösser und Häuser, Nr. 850, Anschlag von Johann Joachim Busch vom 9. De- zember 1760 für ein benachbartes Schutzdach. 6 Vgl. Zeichnungen Theodor Schloepkes von 1843, SSGK, SMS, 2692 Hz, 2694 Hz. 7 Vgl. Kat.-Nr. 23. Eine Zeichnung Johann Alexander Thie- les von 1749 zeigt Korbbogenarkaden ohne Attikabrüs- tung, SSGK, SMS, 2117 Hz. Möglicherweise orientierte sich Thiele noch amVorgängerbau. Vgl. das ab 1783 von Johann Joachim Busch errichtete Neue Gebäude am Schweriner Markt mit monumentaler Kolonnadenfront und Blend attika (Heckmann 2000, S. 64). 8 Peter Barcha (Pietro Antonio Barca), Harrach, Erdtmann Zander, vgl. Neumann 1996, S. 109–111. – Pentz 2010, S. 12. 1
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