Katalog
Polizei und Zwangsarbeit 185 Auf der Oberbekleidung mussten sie ein Stoffabzei- chen tragen, das auf blauem Grund mit weißer Schrift das Wort »Ost« zeigte. Verstöße gegen diese diskri- minierende Kennzeichnung wurden von der Polizei bestraft. 213 Schuhe von Zwangsarbeitern zwischen 1939 und 1945 / Leder, Kautschuk, Baum- wolle, Holz, 26 cm / Berlin, Deutsches Historisches Museum, KT 2004/236.1-2 214 n Essgeschirr von Zwangsarbeitern Berlin, zwischen 1939 und 1945 / Emaille, Metall, Teller 6×20 cm / Berlin, Berliner Unterwelten e.V. 215 Von einer polnischen Zwangsarbeiterin gefertigtes Strohkörbchen Wasbek, zwischen 1939 und 1945 / Stroh, Karton, Papier, 15,5×20×20,5 cm / Berlin, Deutsches Histo- risches Museum, AK 2004/62 Auch unter den bedrückenden Lebensverhältnissen versuchten die Zwangsarbeiter ihre Würde zu bewah- ren. In ihrer knappen Freizeit angefertigte Gegenstände wie dieses Strohkörbchen dienten dem privaten Ge- brauch oder als Tauschobjekte für Lebensmittel, Klei- dung und andere rationierte Versorgungsgüter. 216 n Arbeitsbuch des französischen Arbeiters Gilbert Joly Dresden, 2. März 1944 / Karton, Papier, 14,8×10,6 cm / Berlin, Deutsches Historisches Museum, Do 71/195II In den von der Wehrmacht besetzten Ländern West europas warben die deutschen Behörden ab 1940 Ar- beiter für den Einsatz im Deutschen Reich an. Nach dem Scheitern der Wehrmachtsoffensiven in der Sowjet union imWinter 1941/42 wurden auch ausWesteuropa Menschen zur Arbeit in Deutschland gezwungen. Die Arbeitsämter stellten für die Zwangsarbeiter Arbeits- bücher aus. Sie enthielten Angaben zur Person, zur beruflichen Qualifikation und zum Arbeitgeber. Die Ar- beitsbücher dienten auch als Ausweis gegenüber der Polizei. 214 216
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