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Das 1. bis 11. Jahrhundert  11 Das 1. bis 11. Jahrhundert Um 600 Friedliche Slawen – die Sorben bzw. Wenden – kamen von Osten und Südosten über Oder und Elbe in die verlassene Gegend. Vermutlich schon zu Beginn des 6. Jahrhunderts siedelten die Slawen östlich und südlich der Saale – eventuell auch bis in den Raum der späteren Zwickauer Gegend – und trieben Ackerbau, Viehzucht und Jagd. 631 Die Fredegar-Chronik berichtet von einer »gens Surbiorum« (sorbischer Stamm), die im Raum Mit- telelbe, Mulde, Saale ansässig war. Die slawische Besiedlung wurde wahrscheinlich im 8. Jahrhun- dert abgeschlossen. Die »regio Surbi« (sorbisches Herrschaftsgebiet) verfestigte sich in den folgen- den Jahrzehnten. 806 Karl der Große unternahm einen Feldzug gegen die hier lebenden Sorben, deren Schicksal sich dann in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts mit ihrer gewaltsamen Unterwerfung und Eingliederung in das »Regnum Teutonicum« (Teutonisches bzw. Deutsches Reich) vollendete. 968 Die im Jahr 968 gegründeten Bistümer Meißen, Merseburg, Zeitz und das östlich der Saale gele- gene Teilstück des Bistums Magdeburg deckten sich mit dem ursprünglichen sorbischen Sied- lungsraum. Um 1000 Ausgrabungen im Jahr 1986 brachten den Nach- weis einer slawischen Vorbesiedlung des Ortes Osterweih (Osterwein) in der Gegend der heutigen Hölderlinstraße. Weitere Hinweise auf eine slawi- sche Vorbesiedlung sind im Zwickauer Stadtgebiet nicht gefunden worden. 1079 Wiprecht von Groitzsch versuchte, zwischen Elster, Pleiße und Saale einen Territorialstaat aufzubauen. Dabei wurde der Landesausbau (Waldrodungen und Anlage neuer Dörfer) stark vorangetrieben. Um 1090 Obwohl Wiprecht von Groitzsch vermutlich selbst slawischer Herkunft war, betrieb er im Zuge des Aufbaus seines Territorialstaats eine starke Chris- tianisierung der Sorben. Beim Tod des Markgrafen von Meißen, Heinrich II., im Jahr 1123 schien Wiprecht seine Macht deutlich verbreitern zu kön- nen, als er von König Heinrich V. besagtes Gebiet zusammen mit der Lausitz zum Lehen erhielt. Der Sachsenherzog Lothar favorisierte aber den Askanier Albrecht von Ballenstedt als Markgraf der Lausitz und Konrad von Wettin als Markgraf von Meißen. Nachdem sich 1125 Lothar bei der Wahl des deutschen Königs durchsetzen konnte, geriet die Markgrafenschaft derer von Groitzsch in Ver- fall, zumal Wiprecht 1124 gestorben war und sein Machtbereich wieder auseinanderbrach.

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