Katalog
246 Museum Viadrina 71 Bischof Peter von Lebus Bestätigungsurkunde über eine Stiftung der Gewandschneider zu einem Altar in der Marienkirche. 20. Oktober 1368 Pergament, 31 × 47 cm; mit Wachssiegel an Pergamentstreifen Frankfurt (Oder), STA FF, Sign. BA I, Urkunden, 1368 20. Oktober Ed.: CDB I 23, S. 104 f., Nr. 150 Lit.: Reuß 1941, S. 24–27; Kilian-Buchmann 2008, S. 215, 271–281 Das Wirtschaftsleben in reichen Handels- und Hansestädten wurde im Mittelalter maßgeblich von Großkaufleuten und Fernhändlern bestimmt. In Frankfurt (Oder) haben die dabei führenden, für die Gruppe namensgebenden Gewandschnei- der Spuren in den schriftlichen Quellen hinterlassen. Am 20. Oktober 1368 bestätigte Bischof Peter von Lebus (amt. 1366–1375) ihnen zwei markgräfliche Urkunden vom 19. Mai 1335 sowie vom 3. Juli 1353, in denen der Gilde der Besitz von Einkünften aus dem Frankfurter Zoll in Höhe von 17,5 Pfund zugesichert wurde. Eine Bestätigung erfuhr in diesemZusam- menhang auch ein Altar in der Marienkirche ( altare merca torum ), den die Gewandschneider mindestens seit 1340 be saßen und der mit vier Hufen Land und sechseinhalb Pfund aus den Zollerträgen ausgestattet war. Damit waren sie die erste Berufsgruppe in Frankfurt mit einem eigenen Altar. Geweiht war dieser Kaufleutealtar Johannes dem Täufer und der hl. Elisabeth. Die Frankfurter Gilden und Zünfte müssen 72
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