Leseprobe

3 1 8  To p ogr a ph i e 284 HA R P S T EDT Schnitte, Ansichten und Grundriss eines Wirtschafts­ gebäudes auf dem Amtshof Anton Wilhelm Horst um 1740 Feder in Schwarz und Braun; grau laviert 29×41 cm · Papier Wasserzeichen: Lilie imWappenschild mit Krone, vgl. S. 626, Typ 28C Maßstab in Calenberger Fuß Bezeichnungen: o.M.: »Facade nach der Länge des Vorwercks.«; o. l.: »Profil eines Leer Gebindes.«; o. r.: »Queer=Facade.«; u. l.: »Profil eines Haupt=Gebindes im Vieh=Stall«; u.M.: »Grund-Riss«; Legende zum Grundriss mit Raumbezeichnungen Inv.-Nr.: Slg. 03 Plan 435 Der den Baumaßnahmen nach dem Großbrand von 1739 zuzuordnende Plan zeigt die Architek- tur des großen Wirtschaftsgebäudes (E) auf der Ostseite des Harpstedter Vorwerks im Grund- riss, in der Ansicht der Hoffassade und der süd- lichen Frontansicht sowie in zwei Schnitten, die jeweils die Konstruktion eines Leergebindes und eines Hauptgebindes demonstrieren. Der ge- streckte einstöckige Fachwerkbau besitzt ein hohes Krüppelwalmdach, dessenmehrgeschos­ siger Dachraum durch Schleppgauben in zwei Ebenen belichtet wird. Entgegen der Darstellung im Lageplan schließt die Südwand des Gebäu- des rechtwinklig ab. Der Bau ist in drei Nutzungs­ teile aufgegliedert: Etwa zwei Drittel davon nehmen getrennte Stallungen für Rinder und Pferde ein. Der Viehstall ist über zwei Tore und drei vom Hof aus zugängliche Futtergänge zu bewirtschaften. Der deutlich kleinere Pferde- stall besitzt acht Boxen und eine abgetrennte Futterkammer. Daran anschließend finden sich Räumlichkeiten für die Amtsstube, eine Regis­ tratur, zwei Gefängniskammern und eine Stube für den Pförtner. SPa 285 285 a 285b

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