Leseprobe

3 20  To p ogr a ph i e 287 HANNOV E R /HE R R ENHAUS EN Großer Garten zu Herrenhausen Anton Wilhelm Horst 2. Hälfte 1730er Jahre/1747 Graphit, Feder in Schwarz; grün, rot, grau und gelb aquarelliert · 108,5×49,5 cm · Papier Wasserzeichen: Lilie imWappenschild mit Krone, darunter »C&IHonig«, zweikonturig, vgl. S. 640, Typ 44G; Lilie imWappenschild mit Krone, darunter »C&IHonig«, zweikonturig, vgl. S. 640, Typ 44G; »GR«, zweikonturig, darüber Krone, vgl. S. 607, Typ 07G Maßstab in Fuß Bezeichnungen und Signaturen: u. r.: »Dessiné par A: G: Horst.«; o.M.: »PLAN GENERAL de la nouvelle Machine, Écluse, et du Canal, comme aussi du Jardin et des Batiments de la Cour à Herrenhaussen«; o.M.: »Explication« mit Erläuterungen zum Plan Inv.-Nr.: Slg. 03 Plan 145 Der von Anton Wilhelm (Guillaume) Horst sig- nierte, mit einer Legende versehene Plan 1 zeigt den Großen Garten zu Herrenhausen mit nörd- lich angrenzenden Gebäuden sowie dieWasser- zufuhr für den Garten. Eine »Graft« nach hol­ ländischem Vorbild und eine Lindenallee fassen den Garten ein, der aus einem Rasenparterre, Bosketts und mit Obstbäumen bepflanzten so- genannten »Triangeln« besteht. Einzelgärten beim Schloss dienten der Kultur empfindlicher Obstsorten. Die seit den 1670er Jahren angelegte, unter Herzog (seit 1692 Kurfürst) Ernst August von Braunschweig-Lüneburg und auf Initiative vor allem seiner Gemahlin Sophie erheblich erwei- terte Gartenanlage diente ihrem Sohn Georg I., seit 1714 König von Großbritannien und Irland, nurmehr als Sommerresidenz 2 (Abb. 1). Um 1725 war die von demHofgärtner Martin Charbonnier entworfene Anlage vollendet. Dass ein Haupt­ interesse des Schweriner Plans in der Wasser- technik liegt, macht der Titel deutlich: »Plan Ge- 286

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